ERP-Schnittstelle für drei Vertriebskanäle
2x WooCommerce + 1x Custom · Bidirektionaler Datenaustausch · Ohne ERP-Wechsel
Für ein gewachsenes Multi-Channel-Setup wurde ein bestehendes ERP-System direkt an drei Drittsysteme angebunden: zwei WooCommerce-basierte B2C-Shops und eine eigenständige B2B-Bestellplattform. Ziel war ein belastbarer Datenaustausch ohne ERP-Replatforming und ohne doppelte Datenpflege.
Ausgangslage
Die Systemlandschaft war historisch gewachsen: Das ERP war gesetzt, zwei der drei Vertriebskanäle liefen auf WooCommerce, der dritte war eine eigenständige B2B-Plattform. Jeder Kanal hatte andere Anforderungen an Datenstruktur, Preislogik und Produktdarstellung – ein einheitlicher Standardanschluss hätte die fachliche Realität zu grob abgebildet. Produkte mussten mehrsprachig mit Nährwertangaben, Allergenkennzeichnungen und Variantenlogik synchronisiert werden. Dazu kamen Bestandsdaten, Bestellungen und Sendungsinformationen – alles über drei Kanäle gleichzeitig, mit unterschiedlichen Strukturen und Aktualisierungszyklen.
Lösung
Statt ein neues ERP einzuführen oder eine unnötig schwere Middleware darüberzusetzen, wurde eine direkte Integrationslogik aufgebaut. Sie synchronisiert Produktdaten, Preise, Bestände, Bestellungen und Sendungsinformationen bidirektional zwischen dem ERP-System PDG foodSolution und allen drei Kanälen – über zeitgesteuerte CSV-Prozesse via SFTP. Für die beiden WooCommerce-Shops wurde ein gemeinsames Integrationsmodul entwickelt, das kanalspezifische Unterschiede in Datenstruktur, Feldzuordnung und fachlicher Logik abbildet. Die B2B-Plattform nutzt denselben CSV-Austausch mit eigener Mapping-Logik. So erhält jeder Kanal die Daten in seiner eigenen Struktur.
Was umgesetzt wurde
Mehrsprachiger Produktimport mit Nährwertdaten
Produkte in drei Sprachen inklusive Nährwerte, Allergene, Zubereitungshinweise und Variantenlogik – mit definierter Feldzuordnung zwischen ERP und Shops.
Bestandssynchronisation in Echtzeit
Eigenständige Lösung für den automatisierten Warenbestandsabgleich über alle Kanäle, als Ersatz für den bisherigen 15-Minuten-Intervall.
Strukturierter Bestellexport ins ERP
Bestellungen aus allen angebundenen Shops werden validiert, formatiert und automatisiert ans ERP übergeben.
DESADV-Import (Sendungsdaten)
Sendungsnummern und Lieferavise aus dem ERP werden automatisch den Bestellungen zugeordnet und an die Shops zurückgespielt.
Zeitgesteuerte Automatisierung via SFTP
Cronjobs steuern den gesamten Datenaustausch: Ablage, Verteilung und Verarbeitung der CSV-Dateien über SFTP-Verbindungen.
Kanalspezifisches Mapping bei geteilter Logik
Ein gemeinsames WooCommerce-Integrationsmodul für beide B2C-Shops, das kanalabhängige Unterschiede in Feldzuordnung, Preisstruktur und Produktlogik berücksichtigt.
Ergebnis
Produkte, Preise und Bestände aus einer Quelle
Alle drei Kanäle beziehen ihre Daten automatisiert aus dem ERP – keine kanalweise Einzelpflege mehr.
Sendungsdaten automatisch in den Shops
DESADV-Daten aus dem ERP werden den Bestellungen zugeordnet und an Kunden weitergegeben – ohne manuellen Zwischenschritt.
ERP-Änderungen ohne Wartezeit in den Shops
Cronjobs und SFTP ersetzen manuelle Zwischenprozesse.
Skalierbar für weitere Kanäle
Das geteilte Integrationsmodul lässt sich auf zusätzliche Shops erweitern, ohne die Kernlogik zu duplizieren.
Auftragseingang automatisieren lassen
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